Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Übersetzungs- und Dolmetschleistungen
1. Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen
Simon Horvath
Stettener Hauptstraße 1
70771 Leinfelden-Echterdingen
– nachfolgend „Auftragnehmer/in“ –
und dem Auftraggeber über Übersetzungs- und Dolmetschleistungen.
(2) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Vertragsschluss
(1) Angebote sind freibleibend und unverbindlich.
(2) Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung (auch per E-Mail) zustande.
(3) Grundlage für Übersetzungen sind die vom Auftraggeber übermittelten Texte. Für deren inhaltliche Richtigkeit und rechtliche Zulässigkeit ist ausschließlich der Auftraggeber verantwortlich.
3. Leistungsumfang
3.1 Übersetzungen
(1) Die Übersetzung erfolgt nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung.
(2) Fachterminologie wird – sofern keine besonderen Anweisungen vorliegen – allgemein branchenüblich verwendet.
(3) Eine bestimmte Formatierung oder Layoutgestaltung ist nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
3.2 Dolmetschleistungen
(1) Dolmetschleistungen werden nach bestem Wissen und Gewissen erbracht.
(2) Geschuldet wird die sprachmittlerische Tätigkeit, nicht ein bestimmter Erfolg.
(3) Technische Voraussetzungen (z. B. funktionierende Tonübertragung, geeignete Räumlichkeiten) sind vom Auftraggeber sicherzustellen, sofern nicht anders vereinbart.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber verpflichtet sich, alle zur Durchführung des Auftrags erforderlichen Informationen rechtzeitig bereitzustellen (z. B. Unterlagen, Redemanuskripte, Terminologielisten, Ablaufpläne).
5. Vergütung
(1) Die Vergütung richtet sich nach der individuellen Vereinbarung.
(2) Übersetzungen werden in der Regel nach Zeilen, Wörtern oder Pauschale berechnet.
(3) Dolmetschleistungen werden nach Halb- oder Tagessätzen berechnet. Angefangene Einheiten können voll berechnet werden, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(4) Wartezeiten, Reisezeiten sowie Reise- und Übernachtungskosten werden gesondert berechnet, sofern vereinbart.
(5) Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.
(6) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zahlbar.
6. Stornierung von Dolmetschaufträgen
(1) Bei Stornierung durch den Auftraggeber gelten folgende Ausfallhonorare:
bis 14 Tage vor Termin: 50 % des vereinbarten Honorars
bis 7 Tage vor Termin: 75 %
weniger als 7 Tage vor Termin: 100 %
(2) Bereits entstandene Reise- oder Vorbereitungskosten sind zusätzlich zu erstatten.
7. Lieferfrist / Leistungszeit
(1) Liefer- oder Einsatztermine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich bestätigt wurden.
(2) Höhere Gewalt oder unvorhersehbare Ereignisse (z. B. Krankheit) berechtigen zur angemessenen Terminverschiebung oder zum Rücktritt.
8. Mängelhaftung
(1) Der Auftraggeber hat Übersetzungen unverzüglich zu prüfen.
(2) Offensichtliche Mängel sind innerhalb von 14 Tagen schriftlich anzuzeigen.
(3) Bei berechtigten Mängeln besteht ein Anspruch auf Nachbesserung.
(4) Für stilistische Präferenzen oder nachträgliche inhaltliche Änderungen besteht kein Mängelanspruch.
Bei Dolmetschleistungen sind nachträgliche Mängelansprüche ausgeschlossen, sofern kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vorliegt.
9. Haftung
(1) Die Haftung ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der/die Auftragnehmer/in nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten.
(3) Die Haftung ist der Höhe nach auf den jeweiligen Auftragswert begrenzt.
(4) Eine Haftung für Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder indirekte Schäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
10. Vertraulichkeit
Alle im Rahmen des Auftrags erhaltenen Informationen werden vertraulich behandelt.
11. Urheberrecht
Übersetzungen bleiben bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des/der Auftragnehmer/in. Mit vollständiger Zahlung erhält der Auftraggeber das einfache Nutzungsrecht.
12. Widerrufsrecht (Verbraucher)
Bei Verträgen mit Verbrauchern gelten die gesetzlichen Widerrufsrechte gemäß §§ 312g, 355 BGB.
Das Widerrufsrecht kann bei vollständiger Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist erlöschen, wenn der Verbraucher ausdrücklich zustimmt, dass mit der Ausführung begonnen wird.
13. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht.
(2) Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des/der Auftragnehmer/in.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.